Kunst schafft Demokratie - 2025

Rechtes Gedankengut verbreitet sich längst nicht mehr nur im analogen Raum – sondern vor allem subtil in sozialen Medien. Rechte Codes werden in Memes oder TikTok-Videos oft harmlos verpackt, etwa in aktuellen Fitness-Trends, die besonders unter jungen Männern faschistische Tendenzen, Militarisierung und ein reaktionäres Männlichkeitsbild propagieren.

Die Künstler:innen Jakob Ganslmeier und Ana Zibelnik setzen sich in ihrer Video-Installation Bereitschaft, die im Rahmen des Kunstfests Weimar vom 20.8. bis zum 7.9. im Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus zu sehen ist, kritisch mit diesen Strategien auseinander.

Um zu verstehen, welche Zeichen und Codes im digitalen Raum genutzt werden, hat das Duo das Glossar „If a Flower Bloomed in a Dark Room, Would You Trust It?“ entwickelt. Es liefert eine Übersicht zu Memes, Codes und Symbolen, die in rechten Kreisen genutzt werden, samt ihrer Bedeutung. Dieses Wissen vermitteln die beiden Künstler:innen zudem in verschiedenen Workshops im Rahmen des Kunstfests. Darin entwickeln Jugendliche kreative Antworten auf rechtsextreme Ästhetiken und Ideologien in digitalen Medien.

Im Rahmen von Kunst schafft Demokratie 2025 bringt MeetFrida das Projekt in den digitalen Raum: Zehn Instagram- und TikTok-Posts stellen die Künstler:innen, die Installation und das Glossar vor, erklären rechte Codes und zeigen Fakten zu Hass im Netz. Ein frei nutzbares Social Media Kit ermöglicht es allen, diese Inhalte weiterzuverbreiten – um künstlerische Gegen-Narrative online sichtbarer zu machen.

Kunst schafft Demokratie wurde unterstützt vom Freundeskreis der Heinrich-Böll Stiftung.

Credit: „If a Flower Bloomed in a Dark Room, Would You Trust It?", 2025, Jakob Ganslmeier & Ana Zibelnik